Neurochirurgie

Neurochirurgie als ein vielfältiges und modernes Fach beschäftigt sich mit der chirurgischen Therapie von Krankheiten im Bereich des Gehirns, Hirnhäute, Rückenmark und peripheren Nerven. Zu dem Aufgabengebiet der Neurochirurgie gehört selbstverständlich die Indikatiosstellung zu operativen Eingriffen. Diese kann nur individuell und nach Abwägung der Nutzen und Risiken im Einzelfall erfolgen. Dazu spielen neben der Verdachtsdiagnose und Größe des Eingriffs, die Lokalisation wie z.B. Lagebeziehung zu sog. Eloquenten Areale des Nervensystems, die eine definierte und wichtige Funktion haben, eine große Rolle. Die zusätzlich notwendigen Diagnostischen Maßnahmen werden durch die Nachbardisziplinen wie Neurologie, Neuroradiologie,  Neurophysiologie, Orthopädie, etc.  ergänzt und nach interdisziplinärer Beurteilung aller Befunde in ein ganzheitliches und komplementär chirurgisch-konservativem Therapiekonzept erarbeitet.

Sie werden bei uns eine umfassende Beratung über die Indikation, Operationstechniken, Risiken und alternativen Therapiemöglichkeit erhalten. Wir begleiten Sie sowohl durch die konservativen als auch neurochirurgischen Therapien mit Verlaufskontrollen und regelmäßigen Überprüfung des Therapieverlaufs.

 

Schwerpunkte:

Hirn- und Rückenmarkstumoren

Hirn- und Rückenmarkstumoren können in bösartiger Form als Metastasen, Gliome/Glioblastome oder andere seltene Tumorarten im Bereich des Gehirns, Hirnhäute, Schädelbasis oder Rückenmark vorkommen. Die neurochirurgische Therapie wird zum einen zur Diagnosesicherung und zum anderen zur Tumorentfernung oder –Verkleinerung angewandt. Radiotherapeutische und Neuroonkologische Therapien sind je nach histopathologischer und molekularbiologischer indiziert. Auch für gutartige Tumore wie Meningeome und Neurinome besteht häufig eine Operationsindikation, die im Einzelfall sorgfältig und unter Berücksichtigung von einigen tumor- und patientenbezogenen Faktoren überprüft werden sollte.

Wirbelsäulenerkrankungen

Sowohl traumatische, onkologische als auch degenerative Wirbelsäulenerkrankungen können akute bzw. chronische Symptome wie neurologischen Ausfälle bis zur Querschnittsymptomatik oder starke Schmerzen auslösen. Auch bei dieser Erkrankung ist hohe Kompetenz aus den Bereichen der Diagnostik, medikamentöse und physikalische Therapien und bei gegebener Indikation aus dem Bereich der allgemeinen und komplexen Wirbelsäulenchirurgie erforderlich um für den Patienten und seinen Anforderungen das beste Therapiekonzept zu erstellen und zu begleiten. Nur so ist eine Verbesserung der Lebensqualität zu erreichen. Neuromodulation kann eine wertvolle Komplementärtherapie darstellen, wenn die Behandlung symptomatisch unterstützt werden sollte.

Traum und Trauma Folgen

Sowohl Schädel-Hirn-Trauma als auch Wirbelsäule und Rückenmarkstraumata können deutliche bzw. schwere Folgen in der Funktionalität des Nervensystems und der Lebensqualität haben. Die Störungen können von reinen Schmerzsymptomen bis zur Sensibilitäts- und/oder motorischen Defiziten reichen. Neurochirurgische Therapieansätze sind zur Behebung und Prophylaxe von Sekundarschaden im Akutstadium des Traumas einzusetzen. Nach Ablauf des Akutstadiums können jedoch weitere Eingriffe notwendig sein um Folgeerscheinungen wie z.B. Hydrozephalus oder Spastik zu behandeln.

Periphere Nervenerkrankungen:

Periphere Nerven sind ab dem Austritt der spinalen Nerven aus dem Wirbelkanal bis zu den kleinsten Ästen der Hautversorgenden Nerven definiert. Es kann in den Verläufen dieser Nerven sowohl Tumore (Neurinome/Schwanomme) als auch traumatischen Läsionen oder Engpasssyndrome vorkommen. Operationen wie Dekompression und Neurolyse können die Ursache der Erkrankung beseitigen.

Kopf- und Gesichtsschmerzen

Die klassische Trigeminusneuralgie kann mittels mikrovaskulärer Dekompression (MVD-Operation nach Janetta) die Ursache der Schmerzen nämlich ein Gefäß-Nerven-Konflikt im Kleinhirn-Brücken-Winkel (KHBW) erfolgreich behandeln. Auch Spasmus Hemifazialis kann durch eine MVD im KHBW operativ beseitigt werden. Bei anderen Arten von Gesichtsschmerzen oder solche, die wieder aufgetreten sind, können ablative Verfahren wie Thermokoagulation im Ganglion gasserie durch Punktion des Foramen ovale angewandt werden. Persistierende Gesichts- und Kopfschmerzen werden in unserem Schmerzzentrum konservativ, invasiv oder operativ behandelt.

Team der BAG Neurochirurgie PartG

PD Dr. med. Rezvan Ahmadi

Fachärztin für Neurochirurgie

Nähere Informationen zu Dr. med. Ahmadi folgen in Kürze.


PD DR. MED. MAANI HAKIMI

Facharzt für Gefässchirurgie und Chirurgie